16.09.2025

Achtung! Rapserdflohexplosion gemeldet

Aus vielen Ecken Österreichs wird derzeit starker Befall des Rapserdflohs gemeldet!

Achtung – bitte kontrollieren Sie sofort auflaufenden Raps und handeln Sie bei Bedarf!

Aufgrund des feuchten Wetters der letzten Tage und den hohen Temperaturen, welche am Wochenende gemeldet werden, ist dies die ideale Entwicklung für den Rapserdfloh und Schnecken.

Mehr Informationen finden Sie in der aktuellen Pflanzenschutzinformation der LK OÖ.

© Hubert Köppl, LK OÖ

Schädlinge am Feld

Raubzüge verhindern

Im Herbst haben wir es bei den tierischen Schädlingen v. a. mit Rapserdfloh, Rübsenblattwespe, Kleiner Kohlfliege, Schnecken und Mäusen zu tun. Eine intensive Beobachtung der Bestände sichert die Herbstentwicklung.

Rapserdfloh

Beim Rapserdfloh, einem 3–5 mm großen, glänzend schwarzen Käfer ist es zu empfehlen Gelbschalen aufzustellen und die Fraßtätigkeit zu beobachten bzw. die Monitoringergebnisse unter warndienst.at für Rapsschädlinge abzurufen. Bei starkem Fraß an den Keim- und Laubblättern (über 10 % der Blattfläche) bzw. bei Fangzahlen je Gelbschale von mehr als 50 Rapserdflöhen in 3 Wochen empfiehlt sich eine Behandlung mit registrierten Produkten.

Ansonsten sollte mit dem Insektizideinsatz der Hauptzuflug bis zum ersten Larvenschlupf (meist Ende September–Anfang Oktober) abgewartet werden. Die Larven sind schwerer bekämpfbar. Mehrmals bohren sie sich auf dem Weg Richtung Vegetationskegel in die Blattstiele der Laubblätter ein und wieder aus. Damit führen sie zu Wachstumsdepressionen, schaffen Eintrittspforten für Krankheitserreger (Phoma) und vermindern die Winterfestigkeit der Bestände. Verstärkter Erdflohdruck wird vor allem bei angrenzenden Ausfallrapsbeständen und Zwischenfruchtbeständen beobachtet.

Zum Warndienst

Schnecken

Schnecken werden durch Hohlräume und viele Ernterückstände gefördert, eine intensive Bodenbearbeitung und gute Rückverfestigung vermindern den Druck. Eine Kontrolle des Befalls mittels Schneckenfolie (mit ein paar Korn Schneckenkorn darunter) ist v.a. bei feuchten Bedingungen notwendig. Bei Bedarf muss Schneckenkorn ausgebracht werden – oftmals ist, wenn gepflügt wurde und bei moderatem Druck, eine Randbehandlung ausreichend. Gerade bei pfluglosem Anbau können sie aber auch flächendeckend auftreten und vor allem in der Phase der Keimung bis zum Auflauf massive Schäden verursachen.

Weitere Schädlinge unter Beobachtung

Auch regional stärkeres Auftreten der Rübsenblattwespe, die in vielen Beständen bis zum Kahlfraß führen kann, ist durchaus wieder möglich. Die Rübsenblattwespe tritt vor allem nach wärmeren Sommern stärker auf und ist eine 6–8 mm lange Wespe. Nach der Eiablage schlüpfen die Larven, die ca. 10–20 mm lang werden und an der Blattfläche fressen.

Bei der Kleinen Kohlfliege schädigt die 3. Generation des Jahres. Zu frühe Aussaat (vor 20. August) fördert den Befall massiv, sie ist schwierig zu bekämpfen und der Aussaattermin ist die effizienteste Maßnahme!

Mäuse können zu deutlichen Schäden führen, auch hier ist eine intensive Bodenbearbeitung mit Zerstörung der Gangsysteme und einer Verminderung der Nahrungsquellen effizienter als chemische Maßnahmen.

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