Saatenfliege 2019 – nicht aufgelaufene Bestände jetzt kontrollieren

veröffentlicht am 16.05.2019

Es werden vermehrt Schäden an Mais, Kürbis und Sojabohnen durch die Saatenfliege gemeldet. Begünstigt wird der Befall von einer Begrünung im Vorjahr und durch kühle Witterung in der Keimphase .

Vor allem Feldstücke mit einer Zwischenfrucht/Begrünung im Vorjahr sind einem hohen Risiko der Samenschädigung durch den Reifungsfraß der 1. Saatenfliegenlarvengeneration ausgesetzt.

Die kühl feuchte Witterung in den ersten 2 Maiwochen hat zu einem vegetativen Stillstand der Kulturen geführt, in dem die Larven der Saatenfliege in die Samen eindringen und diese aushöhlen.

Saatenfliegen kommen alljährlich zwar in großen Mengen auf unseren Äckern vor, werden aber nur bei kühler Witterung an wärmeliebenden Kulturpflanzen schädlich. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die bei Kälte an keimenden Wirtspflanzen häufigen Bakterien eine wichtige Nahrungsquelle für die Larven darstellen.

Vom Kürbis und Mais war dieser Schädling schon länger bekannt. Neu ist jedoch, dass er heuer vermehrt in Sojabohnen zu finden ist.

Übrig bleibt eine ausgehöhlte Samenschale, die bei Kürbis und Soja sehr schnell aufgelöst ist.

Eine direkte Bekämpfung im Nachhinein ist nicht möglich.

Nach 8-14 Tagen, je nach Temperatur, verpuppen sich die Larven.

Wirtschaftliche Schäden sind nur von der 1. Generation der Larven zu erwarten.

Umbruchgrenzen der Kulturen sind je nach Gebiet und Sorten individuell zu klären.

Weitere Infos zur Saatenfliege finden Sie unter:

www.ages.at/themen/schaderreger/saatenfliegen

 

Andreas AUINGER

Produktmanagement Getreide und Alternativen

andreas.auinger@saatbau.com