Neue Premiumbeize im Raps - OPTICARE!

veröffentlicht am 16.06.2017

Neben einer ausreichenden Versorgung mit den Makroelementen Stickstoff, Phosphor,  Kali und Magnesium, der ausreichenden Versorgung mit Schwefel und dem Spurenelement Bor spielt bei Raps ein weiteres Spurenelement, nämlich Molybdän (Mo) eine wesentliche Rolle. Raps gehört zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) die einen Bedarf an Bor und Molybdän hat.

 

Bedeutung und Funktion von Molybdän (Mo) in der Pflanze:

Als essentieller Pflanzennährstoff ist Molybdän an wichtigen Stoffwechselvorgängen in der Pflanze beteiligt. Molybdän nimmt unter den Mikronährstoffen eine gewisse Sonderstellung ein. Die Aufnahme durch die Pflanzen ist außerordentlich gering. Sie beträgt pro Jahr nur ca. 5-12 g/ha. Anders als bei Bor, Kupfer, Mangan und Zink erhöht sich mit steigendem pH-Wert die Verfügbarkeit. Molybdän nimmt in der Rapspflanze eine wichtige Stellung in der Stickstoffverwertung ein und ist an der Proteinbildung beteiligt. Ein Mangel kann zu Nitratanreicherungen und Deformationen in den Blättern führen.  Bor und Molybdän haben auch Einfluss auf die Pollenfertilität und Pollenbildung, ein Mangel kann Befruchtungsstörungen auslösen.

 

Wichtige molybdänhaltige Enzyme in Nutzpflanzen sind die

- Nitratreduktase (Reduktion des Nitrats zur Bildung von Proteinen)

- Nitrogenase (bei Pflanzen mit biologischer N2 Fixierung durch Knöllchenbakterien)

Damit hat eine ausreichende Molybdänversorgung vor allem eine bessere N-Effizienz der Pflanzen zur Folge.

 

Bedingungen unter denen Molybdänmangel auftritt:

 - Ein niedriger Gehalt an Molybdän im Boden

 - Niedriger pH-Wert des Bodens, bei der Verfügbarkeit bzw. der Festlegung im Boden verhält es sich genau umgekehrt wie bei den übrigen Mikronährstoffen. Molybdän ist im alkalischen Bereich bei pH-Werten ab 7 gut verfügbar, wird aber im sauren Bereich, ähnlich dem Phosphat, an Aluminium vor allem aber an Eisen im Boden gebunden.

 - Hohe Gehalte an Eisenoxiden im Boden (z. B. Podsole und Böden mit Raseneisenstein)

Bei mangelhafter Versorgung der Pflanzen ist im­mer eine Kontrolle des Boden-pH-Wertes angebracht. Meist kann durch eine Aufkalkung auf den Ziel-pH-Wert die Molybdän-Verfügbarkeit verbessert werden.

 

Molybdän-Mangelsymptome:

- löffelförmige Blätter mit dunkelgrünen Blattspreiten

- bleichgrüne Blätter und verbräunte Blattränder

- asymmetrisches Wachstum des Blattes

- Teilung der Spitze des Blattes

Mangelsymptome können zuerst sowohl an den jüngsten wie auch an den ältesten Pflanzenteilen auftreten. Chlo­rotische Aufhellungen, ähnlich dem N-Mangel, werden meistens erst an den alten Organen sichtbar. Eine Blattdeformation findet sich hingegen zuerst an den jungen Pflanzenteilen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein entsprechender Mangel beobachtet wird, nimmt auch mit dem Nitratanteil an der Stickstoffernährung zu. Das ergibt sich aus den Funktionen des Molybdäns als wichtiger Bestandteil der der Nitratreduktase.

 

Risikofaktoren:

- saure Böden (pH < 6)

- Sandböden

- trockenheitsempfindliche Böden

- Anwendung stark versauernder Dünger wie ASS, SSA…

- kaltes und feuchtes Wetter

- hoher Stickstoffgehalt im Boden

 

Molybdänmangel verhindern:

Meistens reicht eine Aufkalkung der Böden aus, ist diese nicht erfolgt kann eine Düngung mit molybdänhaltigen Spurenelementdüngern erfolgen, diese verursacht aber Kosten und sollte erfolgen bevor der Raps Nitratstickstoff in hohen Mengen aufnimmt.

In einer langjährigen Versuchsserie des Institutes für Pflanzenernährung Jena wurde die Ertragswirkung einer Molybdändüngung untersucht.  Die Standorte wiesen laut Bodenuntersuchung eine sehr niedrige/niedrige bzw. mittlere Mo-Versorgung auf (Gehaltsklassen A bis C). Die Molybdänbodendüngung hatte in 14 Feldversuchen Mehrerträge von 220 kg/ha zur Folge. In 16 weiteren Feldversuchen wurde die Wirkung einer Beizung mit Molybdän geprüft. Diese Beizvarianten bewirkten Mehrerträge von im Mittel aller Standorte von 170 kg/ha und waren damit bei geringen Kosten und ohne zusätzliche Ausbringungskosten sehr effektiv!

 

Diese durchschnittlich 170 kg/ha Mehrertrag durch die OPTICARE Premiumbeize bedeuten fürs Sie als Landwirt bei einem angenommenen Rapspreis von 380 €/t (inkl. 13 % USt) einen monetären Mehrerlös von 65 €/ha und decken damit annähernd die gesamten Saatgutkosten ab!

 

Vor allem in den kritischen Phasen und unter hohem abiotischem Stress profitiert der Raps von Mikronährstoffen. Sie bieten Schutz und dienen als Antrieb vieler physiologischer Prozesse und sichern hohe und stabile Erträge und Qualitäten. Obwohl sie nur in kleinsten Mengen benötigt werden, sind die Schäden durch einen Mangel in Ertrag und Qualität manchmal enorm.

Aus diesem Grund bietet ihnen die Saatbau Linz die Spitzensorten >DK EXPRESSION, >DK EXCEPTION und >ANGELICO mit der Premiumbeize OPTICARE an, die zusätzlich zur fungiziden Beize das Spurenelement Molybdän beinhaltet.

 

Beratung Pflanzenbau

Albert MÜLLNER

Tel: + 43 664 142 60 05

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