05.06.2026
Erfolgreicher Zwischenfruchtanbau
Damit Fehler das Feld räumen
Zwischenfrucht ist kein Lückenfüller, sondern eine Investition in Boden, Ertrag und Betriebssicherheit. Ihr Anbau sollte mit demselben Anspruch behandelt werden wie eine Hauptkultur – mit Sorgfalt und klarer Zielsetzung. Fehler in der Praxis verursachen Kosten und Ärger. Drei Dinge sollten daher besonders beachtet werden.
Zwischenfrucht ist kein Lückenfüller, sondern eine Investition in Boden, Ertrag und Betriebssicherheit
Nur erfüllte Auflagen bringen Fördergeld
Falsche Variante beantragt, Mindestdauer nicht eingehalten oder Mischungspartner am Feld nicht erkennbar? Das sind typische Stolperfallen bei AMA-Kontrollen. Seit 2023 läuft zusätzlich satellitengestütztes Flächenmonitoring. Daher die Fertigmischungen mit klarer ÖPUL-Kennzeichnung von SAATBAU verwenden und Rechnung plus Etikett immer aufbewahren.
Rechtzeitig säen steigert Effekte
Jeder Tag zwischen Ernte und Aussaat zählt. Bei zu später Aussaat drohen schwache Bestände, lückenhafte Bodenbedeckung und kaum Bodenschutz. Eine innovative Möglichkeit ist der Einsatz von Drohnen. Sie können direkt in den stehenden Bestand säen – ohne Bodendruck und Zeitverlust. Für Drohnensaat geeignete Mischungen sind im Magazin gekennzeichnet.
Richtige Mischungen sichern Erträge
Nach der Aussaat ist vor der Folgekultur. Kreuzblütler vor Raps? Kohlhernie-Gefahr. Leguminosen vor Soja? Sclerotinia lauert. Die beste Zwischenfrucht bringt nichts, wenn sie Krankheitsdruck in die Folgekultur schleppt. Daher immer von der Nachfrucht her denken. Jede SAATBAU-Mischung ist für bestimmte Fruchtfolgen geeignet – für welche am besten, erfahren Sie in unserem neuen Kulturspezial Zwischenfrucht!
Säenswert Kulturspezial Zwischenfrucht
jetzt neu
Top Mischungen für Zwischendurch – das Magazin für den besseren Zwischenfruchtanbau in ganz Österreich

Tipps für die Praxis
- Stroh gleichmäßig verteilen
- Häckselqualität und Druschverluste prüfen
- flache Bodenbearbeitung bringt Ausfallgetreide und Unkräuter zum Keimen
- Verdichtungen und Fahrspuren unter trockenen Bodenverhältnissen aufbrechen
- Bei Problemunkräutern: Zeitfenster für Bekämpfung bis zur Aussaat nutzen
- Aussaatzeitfenster der jeweiligen Mischung einhalten
- Bei Hitze und Trockenheit: Aussaat ab August
- Exakte Technik wählen – Streutechnik nur bei ausreichend Bodenfeuchte
- Bearbeitung und Aussaat in einem Arbeitsgang
- Wirtschaftsdünger als Starthilfe nutzen
- Abfrostverhalten und Umbruchzeitpunkt vorab planen
Gefördertes Umweltdenken
ÖPUL Varianten
Eine der wichtigsten ÖPUL-Maßnahmen ist der Zwischenfruchtanbau. Dieser ist in Österreich längst Standard mit knapp 280.000 ha, dazu kommen rund 225.000 ha im System Immergrün. Zusammen ist das über eine halbe Million Hektar begrünte Ackerfläche. Sieben ÖPUL Varianten für Zwischenfruchtanbau stehen zur Auswahl. Die Tabelle zeigt sie mit ihren Terminen, Anforderungen und Prämien auf einen Blick. Sie beantwortet die Fragen: Was muss ich wann säen? Was muss die Mischung können? Und was bekomme ich dafür?
Vier gewinnt in der Praxis
Seit 2025 ist die ÖPUL Var. 1 flexibler geworden: Statt eines starren Stichtags für den Umbruch gibt es hier nun eine Mindeststandzeit von 70 Tagen, was mehr Spielraum bei der Planung erlaubt und diese Variante attraktiver macht. Wer die Begrünung früher anlegt und anspruchsvollere Mischungen wählt, wird nun mit bis zu 220 Euro pro Hektar belohnt. Die ÖPUL-Varianten 3-6 decken fast jeden Bedarf ab. Momentan laufen mehr als die Hälfte aller begrünten Flächen in Österreich über Variante 4 – rund 143.000 Hektar. Denn die Anlage bis 31. August ist nach der Getreideernte realistisch machbar, die Anforderungen sind überschaubar, und 153–187 €/ha sind ein guter Deal.

SAATBAU mischt überall mit
Jede SAATBAU-Mischung ist für bestimmte Varianten optimiert – die Komponentenanzahl und Pflanzenfamilien sind auf die ÖPUL-Anforderungen abgestimmt. Im Steckbrief steht bei jeder Mischung, welche Varianten hier möglich sind.

Begrünungsvarianten im Überblick (ÖPUL 2023 – 2027)
Das könnte Sie auch interessieren

News
Futterzwischenfrucht für den Ausgleich
Futterqualität beginnt mit der richtigen Mischung – FUTTERPROFI EI im Fokus.
Mehr erfahren
News
Soja Zweitfruchtanbau
Soja als Zweitfrucht nach frühräumenden Kulturen gewinnt in der Praxis zunehmend an Bedeutung. Frühe Sortengenetik ermöglicht…
Mehr erfahren
News
Wertvolles Wasser effizienter nutzen
Niederschlag und Bodenart lassen sich nicht beeinflussen. Was wir aber steuern können, ist der Wasserverbrauch der…
Mehr erfahren
News
Erfolgreicher Zwischenfruchtanbau
Zwischenfrucht ist kein Lückenfüller, sondern eine Investition in Boden, Ertrag und Betriebssicherheit
Mehr erfahren
News
Etablierung einer robusten Untersaat zur Beikrautregulierung
Die zunehmenden Einschränkungen beim Pflanzenschutz erfordern nachhaltige Lösungen zur Beikrautregulierung. Neben klassischen chemischen Methoden gewinnen alternative…
Mehr erfahren
News
Aktuelle Bestandesführung bei Wintergerste 2026
Aktueller Wachstumsstand, Bestimmung des Entwicklungsstadiums und Empfehlungen zu Wachstumsregulierung, Düngung und Pflanzenschutz bei Wintergerste.
Mehr erfahren
News
Klimawandel im Grünland
Stellschrauben für eine angepasste Bewirtschaftung – Mag. Michael Fritscher berichtet.
Mehr erfahren
News
So gelingt der Sojaanbau 2026
Die Sojafläche liegt 2025 bei ca. 85.000 ha und bleibt eine der wichtigsten Alternativkulturen in Österreich.
Mehr erfahren
News
Maisanbau 2026 – Entscheidende Maßnahmen
Der Maisertrag wird früh entschieden: Mit gezielter Bestandesführung und optimalen Bedingungen legen Sie bereits in den…
Mehr erfahren