05.06.2026

Erfolgreicher Zwischenfruchtanbau

Damit Fehler das Feld räumen

Zwischenfrucht ist kein Lückenfüller, sondern eine Investition in Boden, Ertrag und Betriebssicherheit. Ihr Anbau sollte mit demselben Anspruch behandelt werden wie eine Hauptkultur – mit Sorgfalt und klarer Zielsetzung. Fehler in der Praxis verursachen Kosten und Ärger. Drei Dinge sollten daher besonders beachtet werden.

Zwischenfrucht ist kein Lückenfüller, sondern eine Investition in Boden, Ertrag und Betriebssicherheit

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Tipps für die Praxis

Vor & bei der Ernte
  • Stroh gleichmäßig verteilen
  • Häckselqualität und Druschverluste prüfen
Nach der Ernte
  • flache Bodenbearbeitung bringt Ausfallgetreide und Unkräuter zum Keimen
  • Verdichtungen und Fahrspuren unter trockenen Bodenverhältnissen aufbrechen
  • Bei Problemunkräutern: Zeitfenster für Bekämpfung bis zur Aussaat nutzen
Aussaat
  • Aussaatzeitfenster der jeweiligen Mischung einhalten
  • Bei Hitze und Trockenheit: Aussaat ab August
  • Exakte Technik wählen – Streutechnik nur bei ausreichend Bodenfeuchte
  • Bearbeitung und Aussaat in einem Arbeitsgang
Düngung & Planung
  • Wirtschaftsdünger als Starthilfe nutzen
  • Abfrostverhalten und Umbruchzeitpunkt vorab planen

Gefördertes Umweltdenken

ÖPUL Varianten

Eine der wichtigsten ÖPUL-Maßnahmen ist der Zwischenfruchtanbau. Dieser ist in Österreich längst Standard mit knapp 280.000 ha, dazu kommen rund 225.000 ha im System Immergrün. Zusammen ist das über eine halbe Million Hektar begrünte Ackerfläche. Sieben ÖPUL Varianten für Zwischenfruchtanbau stehen zur Auswahl. Die Tabelle zeigt sie mit ihren Terminen, Anforderungen und Prämien auf einen Blick. Sie beantwortet die Fragen: Was muss ich wann säen? Was muss die Mischung können? Und was bekomme ich dafür?

Vier gewinnt in der Praxis

Seit 2025 ist die ÖPUL Var. 1 flexibler geworden: Statt eines starren Stichtags für den Umbruch gibt es hier nun eine Mindeststandzeit von 70 Tagen, was mehr Spielraum bei der Planung erlaubt und diese Variante attraktiver macht. Wer die Begrünung früher anlegt und anspruchsvollere Mischungen wählt, wird nun mit bis zu 220 Euro pro Hektar belohnt. Die ÖPUL-Varianten 3-6 decken fast jeden Bedarf ab. Momentan laufen mehr als die Hälfte aller begrünten Flächen in Österreich über Variante 4 – rund 143.000 Hektar. Denn die Anlage bis 31. August ist nach der Getreideernte realistisch machbar, die Anforderungen sind überschaubar, und 153–187 €/ha sind ein guter Deal.

SAATBAU mischt überall mit

Jede SAATBAU-Mischung ist für bestimmte Varianten optimiert – die Komponentenanzahl und Pflanzenfamilien sind auf die ÖPUL-Anforderungen abgestimmt. Im Steckbrief steht bei jeder Mischung, welche Varianten hier möglich sind.

Begrünungsvarianten im Überblick (ÖPUL 2023 – 2027)

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