09.03.2020
Saisonstart im Grünland
Die Grünlandpflege hat eine besondere Bedeutung für die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit und damit des Ertragspotenzials der Grünlandbestände.
Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen im Frühjahr gehört neben Striegeln, Schleppen, Walzen und Düngung auch die Nachsaat. Sobald der Boden abgetrocknet ist und möglichst bevor der Grünlandbestand voll in das Wachstum geht, sollten die ersten Maßnahmen durchgeführt werden.Mit dem Striegel wird abgestorbenes Pflanzenmaterial von jungen Trieben entfernt, auf dem Boden liegendes organisches Material aufgelockert und der Boden gelüftet. Das Striegeln trägt außerdem zur Anregung der Bestockung und zur Entfernung des Gülleschleiers bei. Normalerweise sollte zur Grünlandpflege der untere Teil des Striegelzinkens senkrecht zum Boden stehen, um narbenschonend zu arbeiten und eine effektive Belüftung der Grasnarbe zu erreichen.

Auf Flächen mit vielen Maulwurfshügeln oder Wühlmausgängen, bei Festmistresten aus einer Herbstdüngung oder nach einer Gülledüngung ist das Abschleppen eine wichtige Pflegemaßnahme. Die zusätzliche Durchlüftung der Narbe und kleinere Verletzungen der Pflanzen sorgen für eine bessere Bestockung und einen günstigeren Neuaustrieb. Ungünstig wirkt sich ein Abschleppen vor Frostnächten oder bei reifbedeckten Beständen aus.
Für das Walzen sprechen verschiedenste Gründe, deren Erfolg sich spätestens bei der Ernte zeigen wird. Das Walzen stellt Bodenschluss her, sorgt für eine gleichmäßige und ebene Bodenoberfläche und damit für eine intakte Narbe beim Mähen. Zudem verbessert das Walzen die Wasser- und Wärmeleitung des Bodens und schränkt zu intensive Mineralisierung der organischen Masse ein. Nicht gewalzt werden darf auf bereits stark wachsenden Beständen oder auf durch Nachtfrost erstarrten Pflanzen.
Da Wirtschaftsgrünland intensiver genutzt wird als früher, nimmt die Selbstverjüngungskraft ab, weil die Samen der Gräser nicht mehr ausreifen können. Wer die Nachsaat im Herbst nicht durchgeführt hat, sollte sie auf jeden Fall jetzt starten. Abhängig von der Nutzung (intensiv, extensiv und Weide) werden die jeweiligen Mischungen gewählt, um lückige Bestände zu reparieren und aufzubessern. Die Nachsaat in ihren verschiedenen Varianten ist heute ein elementarer Bestandteil in der ertragsbetonten Grünlandbewirtschaftung. Wirtschaftsgrünland, das viermal und öfters genutzt wird, muss zur Erhaltung der Bestandszusammensetzung und damit der Ertragsleistung bei hoher Futterqualität regelmäßig mit einer nutzungsangepassten Mischung nachgesät werden. Wichtig dabei: das Walzen des Grünlands nach den Ein- und Nachsaaten nicht vergessen.
Die SAATBAU LINZ bietet ein breites Sortiment für unterschiedliche Standortbedingungen, Nutzungsarten und -häufigkeiten an.
Ausführliche Informationen über unser Angebot für Grünland und Feldfutterbau sowie interessante Fachartikel zur Düngung und Pflege der Bestände finden Sie in unserem neuen Grünland-Prospekt.

Michael TRAXL
Produktmanagement Grünland
SAATBAU LINZ
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