07.02.2023
Sojabohne -
Eine beliebte Alternativkultur
Hohe Düngerpreise beflügeln den Sojaanbau. Inokulierung sowie Züchtungsfortschritt sichern Ertrag und Qualität in allen wichtigen Sojaanbaugebieten ab.
Die hohen Düngerpreise verhelfen der Sojabohne zur mittlerweile beliebtesten Alternativkultur der Österreicher. Experten schätzen, dass die Anbaufläche 2023 die 100.000 ha überschreiten wird. Neue frühreife Sorten machen es möglich, dass Soja in allen wichtigen Ackerbaugebieten vertreten ist und bis 600 m Seehöhe kultiviert wird.
Die Saatzucht Donau, mittlerweile der erfolgreichste Sojazüchter in Europa, hat in den letzten Jahren Sorten von sehr früher Reife 0000 bis Reife 0 gezüchtet und erfolgreich in den verschiedenen Länder Europas registriert. Hervorzuheben ist auch, dass die neuen Sorten auch auf Trockentoleranz abgetestet werden und Sorten wie KRISTIAN auch im Trockengebiet Spitzenerträge erzielen.

Für Österreich kann man sagen, dass grob 2/3 der Fläche mit 00-Sorten und 1/3 mit 000-Sorten angebaut werden. Sortenhighlights am österreichischen Markt sind ADELFIA, AURELINA im 000- Bereich, als auch ALTONA und ALVESTA im 00-Bereich. Diese Hauptsorten konnten auch zur Ernte 2022 überzeugen und lieferten Spitzenerträge. Neu für den Anbau 2023 können wir die Sorten APOLLINA, ANCAGUA und ARTESIA anbieten. Je höher die Reifezahl, desto höher das genetisch mögliche Ertragspotenzial. Die Marktfrucht Sojabohne ist bei biologisch, als auch konventionell wirtschaftenden Betrieben sehr gefragt und erzielt derzeit gute Preise. Die Steigerung des Ertrages wirkt sich daher besonders positiv auf den Deckungsbeitrag aus.
Dankend reagiert die Sojabohne mit Mehrerträgen, wenn man die Felder einigermaßen beikrautfrei zur Ernte bringt. Beides ist konventionell, als auch biologisch gut möglich. Soja besitzt eine gute Hitzeresistenz (bis 38 °C), darf aber von Beginn Blüte bis zur Kornausbildung nicht dursten, um das volle Ertragspotenzial auszunutzen. Höchsterträge von über 5 t/ha sind genetisch möglich. Neben gesundem Originalsaatgut ist eine ordentliche Impfung für Spitzenerträge wichtig, da Soja bei sehr hohen Erträgen bis zu 300 kg N/ha braucht, welcher Großteiles über die Knöllchen gesammelt wird.

Neue Sorten können auch bei Trockenheit länger Stickstoff bilden.

Andreas AUINGER
Produktmanagement Getreide & Alternativen
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