25 Jahre RAPSO-Anbau - eine Erfolgsgeschichte

veröffentlicht am 13.08.2019

Mit dem Ziel, für das Produkt eine besondere Positio­nierung zu finden, wurde gemeinsam mit der Landwirt­schaftskammer Oberösterreich sowie der SAATBAU LINZ das RAPSO-Projekt entwickelt.

Im Jahr 1993 übernahm die VOG AG Linz, die Ölmühle in Aschach um ihre Kompetenz in der Lebensmittelproduktion weiter auszubauen. Mit dem Wegfall der Zölle und dem Ende des Außenschut­zes war die VOG mit einer völlig neuen Wettbewerbssituation konfrontiert. Preisrückgänge für Erzeuger und Konsu­menten mit massiven Auswirkungen auf den Märkten waren die logische Konse­quenz. Die VOG war gezwungen, sich neu zu orientieren. Wer sich nicht rüstet, verliert.

Das Projekt

Mit der Entwicklung des RAPSO-Projektes wurde der Grundstein für die Aktivitäten der SAATBAU LINZ im Bereich Vertragsland­wirtschaft gelegt. Die VOG als Betreiber der Ölmühle Aschach hat seitdem RAPSO zu einer Erfolgsgeschichte der österreichischen Land- und Lebensmittelwirtschaft entwi­ckelt, an der seit 1995 über 31.200 Landwirte in Österreich teilgenommen haben. Mehr als 500.000 t RAPSO-Raps wurden bislang zur Weiterverarbeitung an die Ölmühle in Aschach geliefert. In Summe wurden seit Beginn des Projektes über 162.000 ha Vertragsflächen anerkannt, das sind im Durchschnitt in etwa 6.500 ha pro Jahr.

In gewisser Weise wurde mit diesem Projekt die Zukunft vorweggenommen – das Thema Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität wird heute immer mehr zum Brennpunkt.

Die SAATBAU ERNTEGUT vermittelt hier­bei Vertragsflächen von konventionell produziertem Raps für die Erzeugung des hochwertigen Speiseöles „RAPSO - 100 % reines Rapsöl“.

„Eine geschlossene Kontrollkette, die bei der Saatzucht beginnt, bei den Vertrags­bauern und den Übernahmestationen fortgesetzt wird und bei der Ölmühle en­det, garantiert, dass ausschließlich Sorten verwendet werden, die ohne gentechnische Veränderungen gezüchtet und produziert wurden“, betont Karl FISCHER, Geschäfts­führer der SAATBAU LINZ . Für die Kon­traktproduktion wird auf ausgewählte Sorten mit hohen Ölgehalten, besonderen Fettsäuremustern sowie wettbewerbsfä­higen Hektarerträgen vertraut.

„Für den Landwirt stellt unter anderem die SAATBAU LINZ jene Sorten zur Verfügung, die den Qualitätskriterien der VOG entsprechen. Kontinuierlicher Züchtungs­fortschritt für mehr Ertrag, Qualität und Sicherheit unter den verschiedensten Bedingungen in der landwirtschaftlichen Praxis steht hierbei an oberster Stelle“, verweist FISCHER.

Besonderes Augenmerk wird auf den RAPSO-Blühstreifen gelegt, der den Bienen über die Rapsblüte hinaus ein vielfältiges Pollenangebot bereitstellt und die Biodiversität unserer Landschaft bereichert. Gemeinsam mit den RAP­SO-Tafeln sind die Blühstreifen auch die Visitenkarte der RAPSO-Felder und ein sichtbares Aushängeschild für die gute Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Lebensmittelherstellern zum Nutzen der Konsumenten.

RAPSO – bewährt und nachhaltig

Zwar sind die Rapsflächen in Europa deutlich zurückgegangen, dennoch sind die Nachfrage und der Stellenwert von Rapsöl für die Verwendung in der Ernäh­rung ungebrochen. Das hochwertige Öl mit dem ausgewogenen Fettsäurespektrum war auch 2018 das beliebteste Speiseöl im deutschsprachigen Raum.  

Dass es für Rapsöl überhaupt eine eigene Produktkategorie im Speiseölsegment gibt, ist der VOG zu verdanken. Sie hat als erstes Unternehmen mit RAPSO ein deklariertes Rapsöl im deutschsprachigen Raum angeboten. Seit 2005 ist RAPSO die Nummer Eins auf dem heimischen Speiseölmarkt. Seit 2008 belegt RAPSO auch in Deutschland den zweiten Rang in diesem Segment. Die Exportquote beträgt etwa 74 %, wobei Deutschland den größten RAPSO-Markt darstellt.

Seit 25 Jahren ist die VOG ein verlässlicher Kunde mit nachhaltiger Strategie, unabhängig von Politik und Förderungen, sowie unabhängig von Marktveränderungen. Ein Grundprinzip des Projektes – Mehrwert für alle Beteiligten zu erwirtschaften – sorgt für langfristige Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette.

Mittlerweile hat RAPSO als Beispiel für Vertragslandwirtschaft Schule gemacht. Produzieren, was der Markt braucht und wissen, was daraus gemacht wird lautet die Devise.

Miteinander für mehr Wertschöpfung!

• Im Jahr 1995 wurde mit RAPSO ein Vorzeigeprojekt im Bereich Vertragslandwirtschaft gestartet und hat sich bis heute äußerst erfolgreich bewährt.

• 31.200 Vertragslandwirte produ­zierten in den vergangenen Jahren mehr als 500.000 t des wertvollen Roh­stoffes auf ihren Betrieben.

• Bei einer durchschnittlichen Anbaufläche pro Betrieb von 8,3 ha und einem Durchschnittsertrag von 3,2 t/ha konnten die RAPSO-Landwirte im Jahr 2018 bei einer Prämie von € 39,55/t inkl. 13 % USt., unabhängig von Ölgehalt und Preisniveau, einen Mehrerlös von insgesamt € 1.044 je Betrieb erwirt­schaften.

• Die Vertragslandwirte verpflichten sich zur Einhaltung der geforderten Produk­tionsrichtlinien und profitieren sowohl von der lukrativen RAPSO-Prämie als auch von den einzigartigen Vermarktungsmöglichkeiten für ihren RAPSO-Raps.

• Unsere 43 erfahrenen Agrarhandelspartner sorgen für eine reibungslose Projektabwicklung. Mit ihren 74 RAPSO-Raps-Übernahme­stellen für die Ernte 2019 ist der Großteil der Anbaugebiete in Ober- und Niederösterreich und im Burgenland abgedeckt.

David PAPPENREITER

Konventionelle Vertragslandwirtschaft

SAATBAU ERNTEGUT