01.12.2025
Precision seeding – jetzt auch bei Soja
Die teilflächenspezifische Aussaat bringt bei Soja klare Vorteile. Bei der variablen Aussaat wird die Saatstärke an die unterschiedlichen Bodenzonen innerhalb des Feldstücks angepasst. So etablieren sich stabilere Bestände und es sind höhere Erträge möglich als mit einer fixen Saatstärke.
Mit Precision Seeding bietet SAATBAU LINZ ein digitales Werkzeug in Farmdok, das die Saatstärke an Standort und Boden anpasst. Ziel ist es, Wasser und Nährstoffe besser zu nutzen und Ertragsverluste zu verringern.
Die Grundlage, dass eine bessere Standraumverteilung höhere Erträge liefert, belegen zahlreiche Versuche mit der Innovation Farm Wieselburg. Nur eine angepasste Bestandesdichte ermöglicht konstante und vor allem gute Erträge bei Soja. Das Optimum aus den Versuchen liegt bei 60 Pflanzen/m². Unterschreitet man diese Bestandesdichte deutlich, entstehen erhebliche Ertragsverluste – besonders auf schwächeren Böden. Dort wachsen die Pflanzen kleiner, verzweigen sich weniger und bilden weniger Hülsen. Außerdem fördert eine zu geringe Bestandesdichte die Beikrautentwicklung, was Soja zusätzlich bedrängt.
Precision Seeding verarbeitet Satellitendaten, Wetterinformationen, Sorteneignung und definierte Saatstärkenbereiche zu präzisen Applikationskarten für die Aussaat. Mehrjährige Versuche bestätigen, dass Soja von variabler Aussaat, besonders auf schwachen Böden profitiert. Anders als bei Mais wird auf schwächeren Bodenstellen die Saatstärke erhöht, um eine entsprechende Bodenbedeckung zu erreichen, damit Beikrautentwicklung weitgehend vermieden wird – das mindert Risiko und bringt Ertragsabsicherung. Auf besseren Bodenstellen wird die Saatstärke zurückgenommen, da sich hier die Pflanzen besser entwickeln und verzweigen.
Die Ertragsvorteile durch variable Aussaat bei Soja liegen je nach Jahr, Region und Bewirtschaftung zwischen 2 bis 10 %.
Entscheidenden Einfluss hat dabei die Wahl einer standortangepassten, klimafitten Sorte. In Kombination mit variabler Aussaat entstehen stabilere Bestände, die Trockenstress besser standhalten und mehr Ertragssicherheit bieten, als fixe Aussaat.

Keyfacts variable Aussaat bei Soja:
- Precision Seeding passt die Saatstärke an die Bodenunterschiede an.
- Auf schwachen Bodenzonen sind über 60 Pflanzen/m² entscheidend, um Unkraut gut zu unterdrücken.
- Variable Aussaat sorgt für gleichmäßige und stabile Bestände.
- Die Ertragssicherheit erhöht sich – besonders in trockenen Jahren und bei stark wechselnden Bodenverhältnissen.
- Je Standort und Jahr sind mit Precision Seeding bei Soja 2–10 % Mehrertrag möglich.
Saatstärkensteigerungsversuche zeigen Optimumertrag bei Soja mit ca. 60 IST-Pflanzen/m²

Autor

Robert Sinn
SAATBAU LINZ
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