Bio-Weizen: Sortenwahl und Aussaat sind entscheidend

veröffentlicht am 30.09.2020

Winterweizen zählt zur flächenstärksten Kultur im Biolandbau. Grund genug sich mit Sortenwahl und Aussaat genauer zu beschäftigen.

 

SAATBAU LINZ ist der größte Bio-Saatgutanbieter in Österreich und fokusiert mit Saatzucht Donau in einem eigenen Bio-Weizenzuchtprogramm auf BIO-Anforderungen. Zusätzliche Merkmale wie Wüchsigkeit, Beikrautregulierung und Nährstoffeffizienz werden selektiert. Das Ergebnis sind klimafitte Sorten die unter Stressbedingungen wie Trockenheit oder zu feuchten Bedingungen eine hohe Ertragsstabilität und Qualität zeigen. Die Bio-Qualitätsweizensorten ARMINIUS und AURELIUS zählen zu diesen klimafitten Sorten und überzeugten in den Versuchen als auch in der Praxis.

Tabelle Winterweizen im Biolandbau

 

 

 


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Aussaat ist entscheidend

Der optimale Aussaatzeitpunkt für Bioweizen ist rund um Mitte Oktober. Frühere Aussaaten sind speziell im Osten kritisch zu sehen. Zu üppige Bestände im Herbst sind nicht so Krankheitsresistent und Problembeikräuter wie Windhalm und Ackerfuchsschwanz könnten vermehrt auftreten.

Weiters schafft eine Frühsaat gute Bedingungen für Krankheiten oder Virosen und führt bei zu dichten Beständen zu vielen schwachen Seitentrieben, die eine ungleichmäßige Abreife zu Folge haben. Zudem sind Bestockungstriebe ertragsschwächer als Haupttriebe. Der Aussaattermin sollte so gewählt werden, das zu Winterbeginn ein Bestockungstrieb vorhanden ist. 

Die Aussaatstärke sollte bei optimaler Saat zwischen 320-360 Körner/m² liegen bzw. bei Spätsaaten im November ist diese noch weiter auf über 400 Körner/m² zu erhöhen. Im Frühjahr sind gute Bestandsdichten wünschenswert, damit eine gewisse Beikrautunterdrückung gewährleistet ist.

Weizen in der Fruchtfolge richtig planen

Winterweizen ist selbstunverträglich, daher muss gerade im Biolandbau eine strenge Fruchtfolge von vier Jahren eingehalten werden. Eine Fruchtfolgepause fördert die Pflanzengesundheit und vermeidet vor allem den Befall von Steinbrand, welcher über Samen als auch über den Boden infektiös wirken kann. Als Vorfrucht sollten jene Kulturen stehen, die eine gute Stickstoffnachlieferung ermöglichen wie zum Beispiel Kleegras, Luzerne oder Körnerleguminosen. Soja als Eiweißfrucht zählt dabei nicht zur optimalen Vorfrucht, da mit dem Korn sämtliches Protein abgeerntet wird und die schwache Restpflanze inkl. Wurzeln wenig Nährstoffe hinterlässt. Die Sorte ARMINIUS mit der Höchstnote 8 in der Stickstoffeffizienz kann jedoch bei einer geringen Vorfruchtwirkung gute Proteinwerte erzielen. AURELIUS als ertragsstärkster Bio-Qualitätsweizen benötigt hingegen eine gute Vorfrucht, um sein volles Ertragspotential mit entsprechender Qualität ausschöpfen zu können.

Besonders im biologischen Landbau sind die richtige Sortenwahl und die Verwendung von gesundem Saatgut von großer Bedeutung. Legen Sie den Grundstein zum Erfolg mit den Saatbau-Sorten ARMINIUS und AURELIUS.