30.06.2026
Futterzwischenfrucht für den Ausgleich
Futterqualität beginnt mit der richtigen Mischung – FUTTERPROFI EI im Fokus.
Reichen Dauergrünland oder Silomais nicht aus, können Futterzwischenfrüchte einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Grundfutterversorgung leisten. Die erzielbaren Trockenmasseerträge sind stark witterungsabhängig und erreichen im Sommer bis zu 4 t TM/ha. Überjährige Mischungen nutzen die Winterfeuchte effizient und liefern im Frühjahr zusätzlich bis zu 6 t TM/ha.
Starke Kombination
Die Rohproteingehalte liegen – abhängig von Düngung und Leguminosenanteil – zwischen 11 und 20 % XP. Zur Verbesserung der Silierfähigkeit sollten Leguminosen stets mit Gräsern kombiniert werden, da diese den Zuckergehalt erhöhen. Hohe Rohaschegehalte infolge von Verschmutzungen bei ungünstigen Erntebedingungen, mindern die Futterqualität. Im Frühjahr ist dieses Risiko aufgrund der zunehmenden Tageslänge meist geringer.

Leguminosen dosieren
Alexandrinerklee ist eine sehr verbreitete Komponente im Futterzwischenfruchtanbau. Er ist raschwüchsig, mehrschnittig, preiswert, frostet sicher ab und wird von Rindern gern gefressen. Sein Wasserbedarf ist jedoch höher als jener des Perserklees, der als sehr trockenheitsverträglich gilt. Perserklee neigt jedoch stärker zur Mattenbildung, was im Herbst das Abtrocknen des Bestandes behindern und bei feuchter Witterung Schimmelbildung begünstigen kann. Daher sollte er nur begrenzt eingesetzt werden.
Inkarnatklee weist eine etwas langsamere Jugendentwicklung auf, ist preiswert und überjährig nutzbar, wodurch im Frühjahr vor der Maisaussaat noch eine Nutzung möglich ist. Bekannt ist er unter anderem als Bestandteil des Landsberger Gemenges. Zu den großkörnigen Leguminosen zählen Sommer- und Winterwicken sowie Sommer- und Winterfuttererbsen. Durch die größere Kornform ist eine tiefere Aussaat möglich, was insbesondere bei Trockenheit einen gleichmäßigeren Aufgang begünstigt. Der niedrige Trockenmassegehalt erfordert ein ausreichendes Anwelken für eine Silagenutzung. Der hohe Eiweißgehalt steigert die Schmackhaftigkeit, erschwert jedoch den Silierprozess. Daher ist eine gezielte Kombination mit Gräsern, etwa Hybridsudangras mit ähnlicher Saattiefe, erforderlich. Bei winterharten Leguminosen ist zu beachten, dass eine Schnittnutzung nach der Blüte im Herbst keinen Wiederaustrieb im Frühjahr ermöglicht, weshalb eine zu frühe Aussaat zu vermeiden ist.
Gräser mit Alternativen
Zu den wichtigsten Gräsern zählen verschiedene Raygräser, die nach steigender Winterhärte in einjähriges, italienisches, Bastard- und englisches Raygras eingeteilt werden. Mit zunehmender Winterhärte verlangsamt sich die Jugendentwicklung. Alle Raygräser benötigen ausreichend Wasser und Nährstoffe, da Wassermangel zu Stress, vorzeitiger Samenbildung und Qualitätsverlusten führt.
Als Alternative eignen sich trockenheitsverträgliche Hirsearten mit tiefem Wurzelwerk und geringem Düngebedarf. Sie benötigen Bodentemperaturen über 14 °C und reagieren empfindlich auf Staunässe. Hybridsudangras ist mehrschnittig nutzbar und sollte vor dem Übergang in die generative Phase geerntet werden (Beginn Rispenschieben), da die Futterqualität danach deutlich abnimmt. Die Ernte erfolgt meist mit GPS-Vorsatz oder Schwadmähwerk, häufig mit Anwelken. Duringras (Zwerghirse) ist an trockene wie feuchte Bedingungen angepasst, wird flach (1 cm) auf gut rückverfestigtem Boden gesät, ist mehrschnittig und frostet sicher ab.

Mehr Futter im Silo mit FUTTERPROFI EI
FUTTERPROFI EI ist die ideale Ergänzung auf Ackerflächen, um ausreichend rasche Grundfutterreserven für das Vieh zu schaffen. Dabei muss die Aussaat zeitnah nach der Getreideernte erfolgen. Die rasche Bestandsentwicklung von FUTTERPROFI EI ermöglicht bis zu 2 Schnitte im Herbst und darüber hinaus noch einen zusätzlichen Schnitt im darauffolgendem Jahr. Im Frühjahr empfehlen wir maximal 1 Schnitt mit anschließendem Umbruch und Maisaussaat.


Christian DORNINGER
Produktmanagement Mais, Feldfutter & Grünland
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