08.06.2026

Wertvolles Wasser effizienter nutzen

Niederschlag und Bodenart lassen sich nicht beeinflussen. Was wir aber steuern können, ist der Wasserverbrauch der Zwischenfruchtmischung. Die richtigen Einzelkomponenten, ein optimaler Saatzeitpunkt und eine kluge Bestandsführung können ihn um bis zu 70 % senken. Wir zeigen, wie das geht.

Niederschlag und Bodenart lassen sich nicht beeinflussen. Was wir aber steuern können, ist der Wasserverbrauch der Zwischenfruchtmischung.

Nach der Getreideernte sollte der Boden vor Austrocknung geschützt werden. In der Hoffnung auf Regen kann man die Zwischenfruchtmischung in den Staub säen, was oft auch den vorgegebenen ÖPUL-Begrünungsterminen geschuldet ist. Schwarzerde-Böden können sich im Sommer jedoch auf bis zu 50 °C aufheizen, wodurch das nicht gekeimte Saatgut abstirbt. Die zweite Möglichkeit ist, den Begrünungsanbau in den Spätsommer oder Herbst zu verschieben. So ist der nackte Boden der Sommerhitze jedoch ungeschützt ausgesetzt. Doch es gibt Lösungen.

Säen vor der Ernte

Wer direkt in den stehenden Getreidebestand oder ins gehäckselte Stroh sät, umgeht das Dilemma: Der Bestand schützt vor Hitze, das Saatgut keimt geschützt – noch bevor der Boden austrocknet. Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung der Mischung: Feinsämereien wie Phazelia, Duringras, Mungo, Sudangras, Öllein oder Perserklee brauchen wenig Keimwasser und nur geringe Saatstärken. Sie decken den Boden rasch ab, reduzieren die Verdunstung – und senken den Wasserverbrauch je Kilogramm Trockenmasse im Vergleich zu Senf um bis zu 70 %.

Weniger Masse, mehr Wirkung

Hohe Trockenmasseerträge klingen gut, kosten aber unnötig Wasser. Unsere Versuche haben gezeigt: Es braucht gerade genug Spross, um den Boden zu beschatten, Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Die Komponente Duringras hat sich hier als besonders effizient erwiesen – sie liefert genau die richtige Balance zwischen Bodenbedeckung und Wasserverbrauch.

Auf Flachwurzler setzen

Unsere Versuche haben auch eine überraschende Erkenntnis gebracht: Auch unter Trockenheit füllen sich die oberen 30 cm Boden über durch Taubildung im Mulchmaterial erstaunlich schnell wieder auf. In tieferen Bodenschichten kommt das Wasser hingegen nur durch nennenswerte Winterniederschläge zurück. Deswegen sind Tiefwurzler für eine wassereffiziente Mischung ungeeignet. Flachwurzler schonen den Wasservorrat im Unterboden – und überlassen ihn der Folgekultur.

Abfrosten spart Wasser

Oft wird übersehen, dass der Wasserverbrauch einer Zwischenfrucht nicht automatisch mit dem Winter endet. Schwach entwickelte, verunkrautete oder winterfeste Bestände ziehen mit Vegetationsbeginn weiterhin Wasser. Leicht abfrostende Komponenten wie Mungo, Sudangras oder Duringras lösen dieses Problem: Sie sterben zuverlässig ab und geben den Wasservorrat vollständig an die Folgekultur weiter.

Hauptwirkung: Wasser sparen!

Auf Basis dieser Erkenntnisse haben wir HYDROFIT® entwickelt – eine Zwischenfruchtmischung, die diese Eigenschaften verbindet und das Maximum an Wassereffizienz ausschöpft.

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