27.10.2021

Späte Aussaat von Wintergetreide

Späträumende Erntekulturen wie Mais und Zuckerrübe zögern den Getreideanbau hinaus.

Wintergerste nicht mehr empfehlenswert

Für Wintergerste ist der Zeitpunkt einer optimalen Aussaat bereits abgelaufen. Wintergerste sollte vor der Vegetationsruhe noch in die Bestockung gehen, was aktuell nicht mehr möglich ist. Wenn Futtergetreide benötigt wird, empfehlen wir auf Futterweizen auszuweichen.

Ausnahme:

Unsere Wechselbraugerste LEANDRA ist die einzige Ausnahme für eine späte Gerstenaussaat im Herbst. Dank ihrer guten Winterhärte und der deutlich besseren Bestockungskraft im Frühjahr eignet sich LEANDRA hervorragend für eine späte Herbstaussaat.

Bei LEANDRA empfehlen wir zur Herbstaussaat: Oktober – 20. November: 250–300 Körner/m².

Winterweizen verträgt Spätsaat

Im Vergleich zu Wintergerste verträgt Winterweizen eine spätere Aussaat, da Winterweizen im Frühjahr eine längere Vegetationszeit bis zum Schosstermin zur Verfügung hat. Auch nasse und schwierige Saatbettbedingungen geben der Weizenaussaat gegenüber anderen Getreidearten den Vorzug. Bei der Bodenbearbeitung zur Saatbettbereitung ist jedoch Vorsicht geboten. Zwischen Grundbodenbearbeitung und Aussaat sollten keinesfalls große Niederschlagsmengen fallen um Befahrbarkeit und Aussaatbedingung zu erhalten. Optimal ist eine sofortige Bodenbearbeitung mit anschließender Aussaat nach der Ernte der Vorfrucht.

In den letzten Jahren hat sich vor allem unser Qualitätsweizen AURELIUS (BQ 7) bei einer Spätsaat bewährt. Auch unser neuer Mahlweizen SU HABANERO eignet sich mit seinem breiten Saatzeitfenster für eine spätere Aussaat im Herbst. Generell gilt, je später der Aussaattermin, desto höher muss die Saatstärke ausfallen.

 

Wir empfehlen zur Aussaat:

AURELIUS: 25. September bis 25. November
280–400 Körner/m² | 130–210 kg/ha

SU HABANERO: 1. Oktober bis 30. November
280–400 Körner/m² | 130–210 kg/ha

Mais­butler