09.04.2021
Früher Maisanbau
Was spricht dafür – was dagegen
Früherer Anbau durch den Klimawandel
In den vergangenen Jahren machte sich die wärmere Witterung nicht nur durch mildere Winter und heißere Sommer bemerkbar, auch das Frühjahr und der Herbst legten deutlich zu.
Das verführt natürlich dazu spätere Maissorten anzubauen um ein höheres Ertragspotential zu nutzen. Allerdings – wie auch nicht anders zu erwarten, hat sich mit dem Klimawandel auch das Niederschlagsverhalten verändert. Vor allem das Auftreten von kurzen, intensiven Niederschlägen mit längeren Trockenperioden ist fast zur Regel geworden. Sorten mit höherer Reifezahl fallen dann mit ihrer späteren Blüte meist in die Problemzeit wo Hitzetage und geringe Niederschläge dominieren. Diesem Kreislauf versuchen die Landwirte wiederum mit früherer Saat entgegenzuwirken.

Welche Risiken birgt eine frühe Aussaat?
Grundsätzlich ist die Bodentemperatur ausschlaggebend für die Aussaat und nicht das Datum. Es geht also darum ab dem Zeitpunkt der Aussaat im Boden nicht mehr unter die 10°C Keimtemperatur zu kommen, um durchgehend Wachstum zu gewährleisten.
Je wärmer desto rascher und höher ist die Auflaufquote.
Niederschlag bedeutet Abkühlung der Böden – sind nun längere kühle Perioden womöglich mit höherem Niederschlag zu erwarten, so besteht die Gefahr diese Temperaturgrenze zu unterschreiten.
Jeder Tag unter der Mindest-Keimtemperatur bedeutet Wachstumsstillstand. Zusätzlich arbeiten sämtliche Mirkoorganismen am Keimling der am Weg nach oben ist. Dieser ist eiweiß- und fettreich – somit leichte Beute für Pilze, Bakterien und Schädlinge.
Eine optimale Beize kann dem Keimling eine gewisse Zeit den „Rücken freihalten“, aber auch diese Möglichkeit ist begrenzt. Die Zeitspanne zwischen Anbau und dem 2 Blattstadium des Mais ist für einen erfolgreichen Aufgang entscheidend – je wärmer desto kürzer dauert diese Phase. Je länger diese Phase dauert, desto mehr Keimlinge bleiben auf der Strecke.
Es lohnt sich also vor dem Anbau die Wettervorschau genau zu beobachten und abzuschätzen ob eine längere Phase mit tieferen Bodentemperaturen zu erwarten ist. Wenn ja – dann ist kein zügiger Aufgang zu erwarten und das Risiko ist hoch.
Eine Aussaat ist unter diesen Temperaturen noch zu früh – Bodentemperatur: 5,6 C° in Saatguttiefe (Katsdorf OÖ, 6.4.2021, 8.30 Uhr)

OPTIPLUS
Die SAATBAU LINZ bietet mit der OPTIPLUS Beizung eine Kombination aus
- Fungizid gegen Auflaufkrankheiten
- Repellent gegen Vogelfraß
- Spurenelemente für Kräftigung der Keimpflanze
Weiters simulieren wir im Labor bei der Prüfung jeder einzelnen Partie eine Woche Kälte unter der Wachstumsgrenze mit anschließender Keimprüfung.
Christian DORNINGER
Produktmanagement Mais
SAATBAU LINZ
Das könnte Sie auch interessieren

News
Weizen im Praxistest – Empfehlungen für Herbstanbau 2026
Ertrag unter Druck, Qualität vielfach überzeugend
Mehr erfahren
News
Wintergerstenernte 2026 – Ergebnisse und Sortenempfehlungen
Leistungsstarke Sorten machten auch unter den herausfordernden Bedingungen des Erntejahres 2026 den entscheidenden Unterschied.
Mehr erfahren
News
DK EXAURA – Die Ertragsklasse 9 im Raps
Mit Bestnote 9 im Korn- und Ölertrag empfiehlt SAATBAU den Hybridraps DK EXAURA für den Rapsanbau…
Mehr erfahren
News
Top Mischungen für zwischendurch
Der Zwischenfruchtanbau steht bevor – jetzt die passende Mischung auswählen.
Mehr erfahren
News
Das Tuning für Hochleistungsgrünland
Die SAATBAU LINZ bietet ein umfangreiches Nachsaatprogramm für Hochleistungsgrünland. Für sämtliche Bereiche gibt es die geeignete…
Mehr erfahren
News
Futterzwischenfrucht für den Ausgleich
Futterqualität beginnt mit der richtigen Mischung – FUTTERPROFI EI im Fokus.
Mehr erfahren
News
Soja Zweitfruchtanbau
Soja als Zweitfrucht nach frühräumenden Kulturen gewinnt in der Praxis zunehmend an Bedeutung. Frühe Sortengenetik ermöglicht…
Mehr erfahren
News
Wertvolles Wasser effizienter nutzen
Niederschlag und Bodenart lassen sich nicht beeinflussen. Was wir aber steuern können, ist der Wasserverbrauch der…
Mehr erfahren



