Vermehrer

Professionalität und Verantwortungsbewusstsein sind bei der Produktion von Saatgut unerlässlich. Beides zeichnet die Mitglieder der SAATBAU LINZ aus. Seit der Gründung des Unternehmens ist die Saatgutvermehrung bei diesen Landwirten in zuverlässigen Händen.

Die Vermehrer von Saatgut werden von speziell ausgebildeten Mitarbeitern der Firma betreut. Jedes Jahr werden in ausgewählten Klimagebieten Österreichs und der angrenzenden Länder ca. 350 Sorten von 37 Kulturarten für konventionelle Produktion sowie 96 Bio-Sorten von 30 Kulturarten vermehrt. Durch die Vermehrung auf ca. 19.000 ha – davon ca. 14.400 ha konventionelle und ca. 4.600 ha Bio-Flächen – ist die Saatgut-Rohwarenbeschaffung bestens abgesichert.

Reinheit, Gesundheit, und Keimfähigkeit – alle drei Faktoren müssen maximal erfüllt sein. Saatgutqualität verträgt keine Kompromisse.

Hannes Hutterer im Interview

Vermehrer der SAATBAU LINZ

Die Familie HUTTERER aus Raabs an der Thaya ist seit 1993 Mitglied der SAATBAU LINZ und vermehrt regelmäßig Winter- und Sommergetreide. Hannes HUTTERER führt seit 2012 den elterlichen Betrieb und fungiert seit 1997 als Delegierter der SAATBAU LINZ.

Die Saatgutvermehrung hat in Ihrer Familie eine lange Tradition. Welche Kulturen vermehren Sie? Worauf ist dabei bei den einzelnen Kulturen zu achten?

Hauptsächlich Wintertriticale, Sommerweizen und Winterroggen. Das Waldviertel ist ein traditionelles Roggenanbaugebiet, dabei ist in der Vermehrung besonders auf die Abstände zu anderen Roggenfeldern zu achten, weil ja Roggen als Fremdbefruchter auch den Blütenstaub von anderen Sorten aufnimmt, womit die Sortenreinheit nicht mehr gegeben wäre. Wintertriticale ist eine gut geeignete Kultur, um diese Abstandregelungen zwischen zwei Schlägen einzuhalten, zudem sehr ertragreich und für unsere Gegend bestens geeignet. Mit der Sommerweizenvermehrung lassen wir die Arbeitsspitze im Herbst nicht in den Himmel wachsen.

Ihr Betrieb liegt nicht in ackerbaulichen Gunstlagen. Wie wirkt sich dies in pflanzenbaulicher Sicht in der Kulturführung aus? Welche Vorzüge bietet das Waldviertel hinsichtlich Qualitäten bei Roggen, Mohn, Hafer…?

Hauptaugenmerk bei Wintergetreide und Winterraps liegt auf einer optimalen Entwicklung vor dem Winter. Es gilt, nicht zu spät zu säen aufgrund sehr langer nebeliger Phasen im Spätherbst (dadurch oft wenig Sonnenschein, niedrige Temperaturen). Im Frühling oft später Vegetationsbeginn, bzw heuer Spätfröste bis Mitte Mai (9. Mai Nachttemperatur -1,5 °C), Blattschäden an Sommerweizen, Sommergerste. Waldviertel ist Trockengebiet, teils ausgeprägte Vorsommertrockenheit. Roggen kommt mit diesen Bedingungen gut zurecht aufgrund der geringen Ansprüche.

Wo sehen Sie sich und Ihren Betrieb in den nächsten 5 Jahren?

Aus heutiger Sicht macht es keinen Sinn, die Betriebsgröße zu verändern. Investitionen in die Instandhaltung werden Vorrang haben.

Von der Natur auf den Tisch

Unsere Wertschöpfungskette

Sorte SA AT GU T ERNTEGUT Landwirte Erntegut Vermehrer